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Pressearbeit verschafft dir Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Reichweite – ohne Werbebudget. In diesem Leitfaden erfährst du Schritt für Schritt, wie du als Gründer erfolgreiche PR aufbaust: von der Gründerstory über die Pressemitteilung bis zum Medienkontakt.

Werbung kostet Geld. PR kostet Zeit – bringt dafür aber etwas, das kein Budget kaufen kann: Glaubwürdigkeit. Ein redaktioneller Artikel in einer Fachzeitschrift oder einem Gründerportal wirkt überzeugender als jede Anzeige.
PR (Public Relations) umfasst alle Maßnahmen, mit denen du das öffentliche Bild deines Unternehmens steuerst. Für Gründer heißt das vor allem: Pressearbeit, Medienkontakte, Storytelling und die Pflege eigener Kanäle.
Im Unterschied zum Online Marketing geht es bei PR nicht um bezahlte Anzeigen, sondern um redaktionelle Platzierungen. Du überzeugst Journalist:innen von deiner Geschichte – und die tragen sie weiter.
Die wichtigsten Instrumente: Pressemitteilung, Pressemappe, Presseverteiler, Newsroom, Social-Media-Kommunikation und persönliche Medienkontakte.

Pressearbeit muss nicht kompliziert sein. Mit diesen acht Schritten baust du systematisch Medienpräsenz auf – auch ohne PR-Erfahrung.
Überlege, wen du erreichen willst: Kunden, Investoren oder Fachpublikum? Definiere messbare Ziele wie "3 Veröffentlichungen in 6 Monaten" oder "Expertenstatus in meiner Nische aufbauen".
Formuliere deine Geschichte: Was treibt dich an? Welches Problem löst du? Eine authentische Story weckt Interesse bei Redaktionen und unterscheidet dich von austauschbaren Pressemitteilungen.
Erstelle einen einfachen Redaktionsplan: Produktlaunch, Meilensteine, saisonale Themen oder Branchentrends. So hast du regelmäßig Anlässe für Pressearbeit und bleibst sichtbar.
Erstelle eine Pressemitteilung, ein Fact Sheet mit Kernzahlen und professionelle Pressefotos. Lege alles in einem digitalen Newsroom ab – auch eine einfache Unterseite auf deiner Website genügt.
Finde heraus, welche Journalist:innen, Blogger und Podcaster über dein Thema berichten. Baue einen Presseverteiler mit 20–50 gezielten Kontakten auf – Qualität schlägt Masse.
Schreibe individuelle Pitches – keine Massenmails. Beziehe dich auf bisherige Artikel des Kontakts und erkläre, warum dein Thema für die Leserschaft relevant ist.
Teile Veröffentlichungen über LinkedIn, Instagram oder X. Produziere ergänzende Inhalte: kurze Videos, Infografiken oder Behind-the-Scenes-Einblicke, die deine PR-Botschaft verlängern.
Tracke Clippings, Backlinks und Website-Traffic. Nutze erschienene Artikel als Social Proof auf deiner Website, in Pitchdecks und im Vertrieb – jede Veröffentlichung hat einen langen Schwanz.

Die Pressemitteilung ist dein wichtigstes PR-Werkzeug. Sie transportiert deine Nachricht an Redaktionen und muss auf den ersten Blick überzeugen.
| Kriterium | Eigenarbeit | PR-Agentur |
|---|---|---|
| Kosten | Nur Zeitaufwand | Ab ca. 2.000 €/Monat |
| Kontrolle | Volle Kontrolle über Inhalte | Abstimmung nötig |
| Know-how | Lernkurve, Grundlagen nötig | Erfahrene Profis mit Medienkontakten |
| Netzwerk | Muss selbst aufgebaut werden | Bestehende Journalistenkontakte |
| Skalierung | Begrenzt durch eigene Zeit | Mehr Kapazität und Reichweite |
| Empfehlung | Ideal für die ersten 6–12 Monate | Ab regelmäßigem Medieninteresse |
Journalist:innen erhalten täglich dutzende Pitches. Ohne individuellen Bezug landest du im Papierkorb.
Pressemitteilungen, die wie Werbetexte klingen, werden ignoriert. Schreibe sachlich und nachrichtenorientiert.
Ein einmaliger Pitch reicht selten. Bleib höflich dran, ohne zu nerven – und liefere bei Bedarf zusätzliche Infos.
Redaktionen brauchen druckfähige Bilder. Ohne professionelle Fotos sinkt die Chance auf Veröffentlichung deutlich.
Öffentlichkeitsarbeit braucht Kontinuität. Ein einzelner Presseartikel ändert wenig – regelmäßige Präsenz schon.

Im kostenlosen AVGS-Gründercoaching entwickeln wir deine Positionierung, Kernbotschaft und PR-Strategie – gefördert und ohne Kosten für dich.
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